Flyer - Intime

Mit wohligem Seufzen lässt Du Dich in das heiße Wasser des Badezubers gleiten. Du kannst Dein Glück immer noch kaum fassen, nach einer Woche der Wanderung voller Nieselregen endlich ein Gasthaus mit gutem Essen, weichen Betten und einem heißen Bad gefunden zu haben. Nicht mehr lang und Du hast Dein Ziel erreicht und kannst es Dir über den Winter gut gehen lassen.
Während sich Deine Muskeln im heißen Wasser entspannen wirst Du plötzlich von einem leisen Geräusch aus Deinen Gedanken gerissen. Von einer Sekunde zur nächsten bist Du kampfbereit und suchst den eben noch so behaglich wirkenden Raum nach eine möglichen Bedrohung ab. Gerade als Du Dich ob Deines Misstrauens schelten willst, das – den Erfahrungen der letzten Jahre geschuldet – manchmal schon an der Grenze zur Paranoia bewegt, tritt ein Mann in dunkler Lederkleidung hinter einem Pfeiler nahe der Tür hervor. Er scheint unbewaffnet zu sein und nähert sich Dir nicht weiter. Dennoch lässt Du ihn nicht eine Sekunde lang aus den Augen während Du misstrauisch nach weiteren ‚Besuchern’ lauschst.

„Seid unbesorgt, ich will Euch weder ein Leid tun noch Euch berauben. Mir ist nur daran gelegen, dass der Inhalt dieser Unterredung nicht in fremde Ohren gelangt. Ich bin ein Abgesandter König Kennocks von Falkenberg.

Wie Ihr vielleicht wisst, ist unser Land seit vielen Jahren durch die Machenschaften dunkler Mächte, die einem Nekromanten namens Eldalin folgen, gespalten. Der König plant diesem Zustand ein Ende zu bereiten und Ostfalkenberg von Untoten und Schwarzmagiern zu befreien. Das Heer Westfalkenbergs sammelt sich zurzeit in Trotzlingen, südlich der Hauptstadt Falkenberg, um im Frühjahr mit der Rückeroberung zu beginnen. Der König bittet Euch aufgrund Eures Rufes und Reputation, vor allem aber wegen Eures steten Strebens für das Gute, ihn bei seiner Unternehmung zu unterstützen, die den Krieg entscheiden könnte. Diese Aufgabe wird ebenso einen starken Schwertarm, wie magische Kräfte, priesterliche Führung, Heilkünste und sonstiges handwerkliches Geschick erfordern. Leider kann ich Euch an dieser Stelle keine Details offenbaren, da man auch mich für das weitere Wohl Falkenbergs im Unklaren gelassen hat. Nicht auszudenken, was geschehen würde, wenn Details über den Plan des Königs dem Feind bekannt werden würden. Aber lasst mich Euch versichern: Der König setzt seine Truppen nicht leichtfertig aufs Spiel!

Ich möchte Euch nicht belügen: Das Unternehmen ist gefährlich und waghalsig; es gibt keinerlei Bezahlung und mit Beutegut ist nicht zu rechnen. Unsere Hoffnung ruht auf Männern und Frauen, die bereit sind ihr Leben im Kampf gegen die Finsternis zu riskieren. Die bereit sind, Wärme und Geborgenheit der Gasthäuser zu entsagen, um der Dunkelheit entgegenzutreten und sie aus den Herzen und Häusern einer leidenden Bevölkerung zu vertreiben. Menschen wie Euch!

Ich erwarte von Euch keine freudige Erwiderung, keine bereitwillige Zustimmung. Ich bitte Euch nur, dass Ihr über diese Aufgabe nachdenkt und sie für Euch prüft.

Solltet Ihr bereit sein, Euch auf dieses Wagnis einzulassen, findet Euch alleine oder mit Euren Vertrauten und Getreuen bis spätestens im fünften Mond des nächsten Jahres im königlichen Heerlager in Trotzlingen ein. Weist dort die Münze vor, die ich hier auf Euren Sachen ablegen werde, um Euch als Ausgewählten auszuweisen. Dort werdet Ihr mehr über die Pläne König Kennocks erfahren, als ich Euch in diesem Moment offenbaren kann. Ich danke Euch, dass Ihr mich angehört habt und hoffe, dass sich unsere Wege bald wieder kreuzen. Mögen die Götter Euch leiten und auf Euren Wegen schützen.“